Gesetzliche Krankenversicherung für Grenzgänger in Österreich

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Details zur gesetzlichen Krankenversicherung in Österreich

Die freiwillige gesetzliche Versicherung bei der Gebietskrankenkasse kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn entweder ein sehr geringes Einkommen erzielt wird (etwa als Praktikant/in) oder wenn etwa eine Teilzeitstelle mit tendenziell geringerem Einkommen besteht und zugleich Familienangehörige kostenlos mitversichert werden sollen. Hier bietet die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung Grenzgängern die Möglichkeit, die kostenfreie Familienversicherung der VGKK zu nutzen. Sind Sie Single, haben ein mittleres oder hohes Einkommen oder sind Ihnen umfassende Leistungen in beiden Ländern wichtig, so ist diese Variante eher weniger interessant.

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hinken dem Deckungsumfang der privaten Krankenversicherungen massiv hinterher. Die österreichische gesetzliche Krankenkasse trägt für gewöhnlich nur einen Teil der Behandlungskosten und leistet  im Unterschied zur privaten Krankenversicherung nur nach einem klar definierten Mindeststandard.

Die Beiträge werden einkommensabhängig berechnet. Dies führt in der Regel zu deutlich höheren Beiträgen als bei der privaten Krankenversicherung. Aktuell (Stand 2019) beträgt der Beitragssatz 7,65 %. Der Beitrag wird vom hohen Bruttoeinkommen in der Schweiz berechnet, aufgrund dessen bezahlen die meisten Grenzgänger in der gesetzlichen Krankenversicherung in Österreich den Höchstbetrag von aktuell (Stand 2019) € 427,07 mtl.

Beispiel:

Eine kaufmännische Angestellte verdient monatlich umgerechnet € 4.500,- Brutto in der Schweiz. Sie ist 30 Jahre alt, kinderlos und bei der VGKK (Vorarlberger Gebietskrankenkasse) mit 7,65 % Beitragssatz freiwillig gesetzlich versichert. Ihr Beitrag liegt somit bei etwa € 345,- monatlich.

Vorteile:

Kostenlose Mitversicherung von nicht erwerbstätigen Familienangehörigen

Keine Gesundheitsprüfung – jeder erhält eine Versicherung

Nachteile:

Einkommensabhängige Beitragsberechnung (aktuell 7,65 %, max. € 427,07 mtl.)

Hohe Eigenanteile bei Arztbehandlungen in der Schweiz

Hohe Eigenanteile bei Fachärzten in Österreich

Eher geringes Leistungsniveau, beispielsweise bei Zahnersatz

Nur durch Zusatztarife kann ein hohes Leistungsniveau erreicht werden