Grenzgänger & Krankenversicherung

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Unabhängige Information zur Krankenversicherung für Grenzgänger

Als Grenzgänger von Österreich in die Schweiz bzw. Liechtenstein bieten sich 3 Varianten der Krankenversicherung an. Welche dieser Varianten am besten zu Ihnen passt, hängt ganz entscheidend von Ihrer Situation ab: derzeitiges Alter, Gesundheitszustand, familiäre Situation und das gewünschte Leistungsniveau.

Gerne ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung!

Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung in Österreich

Vorteile:

Kostenlose Mitversicherung von nicht erwerbstätigen Familienangehörigen

Keine Gesundheitsprüfung – jeder erhält eine Versicherung

Nachteile:

Einkommensabhängige Beitragsberechnung (aktuell 7,65 %, max. € 427,07 mtl.)

Hohe Eigenanteile bei Arztbehandlungen in der Schweiz

Hohe Eigenanteile bei Fachärzten in Österreich

Eher geringes Leistungsniveau, beispielsweise bei Zahnersatz

Nur durch Zusatztarife kann ein hohes Leistungsniveau erreicht werden

Gesetzliche Versicherung in der Schweiz oder in Liechtenstein

Vorteile:

Kostenlose Mitversicherung von nicht erwerbstätigen Familienangehörigen

Keine Gesundheitsprüfung – jeder erhält eine Versicherung

Nachteile:

Nur durch Zusatztarife kann ein hohes Leistungsniveau erreicht werden

Franchise von SFR 300,- bis SFR 2.500,- (feste jährliche Kostenbeteiligung; erst wenn Sie einbezahlt haben, beginnen die Leistungen der Krankenkasse)

Max. 90%ige Kostenübernahme. 10 % sind immer Selbstbehalt

Die obligatorische Grundversicherung vergütet beim Zahnarzt nur Behandlungskosten in Ausnahmefällen und besonders schweren Erkrankungen

In der Schweiz informiert der Arzt, ob die Behandlung von der Grundversicherung übernommen wird oder nicht. In Österreich ist das nicht möglich, wodurch hohe unerwartete Kosten entstehen können.

Private Krankenversicherung in Österreich

Vorteile:

Umfassende Leistungen in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein möglich

Altersabhängige Beitragsberechnung

Sehr günstige Beiträge für junge Menschen

100%ige Kostenübernahme im Spital (auf Wunsch auch in der Sonderklasse)

100%ige Kostenübernahme beim Arzt oder Facharzt ihres Vertrauens

100%ige Kostenübernahme beim Zahnarzt

Bevorzugte Behandlung bei den Ärzten (u.a. stark reduzierte Wartezeiten)

Zugang zu den besten Behandlungsmethoden

Nachteil:

Gesundheitsprüfung – die Versicherung prüft, ob der Versicherungsschutz angeboten werden kann

Grundsätzlich hat jede dieser drei Varianten zur Grenzgänger-Krankenversicherung ihre Daseinsberechtigung. Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen, welche Variante am besten zu Ihnen passt. Anschließend wählen wir in Abhängigkeit von Ihrer persönlichen Situation, Versicherbarkeit und dem gewünschten Preis-Leistungs-Verhältnis den für Sie perfekten Tarif. Dabei können wir als unabhängiger Versicherungsmakler auf alle Anbieter für Grenzgängerversicherungen zurückgreifen.

Die Krankenversicherung für Grenzgänger im Überblick:

Die freiwillige gesetzliche Versicherung bei der Gebietskrankenkasse kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn entweder ein sehr geringes Einkommen erzielt wird (etwa als Praktikant/in) oder wenn etwa eine Teilzeitstelle mit tendenziell geringerem Einkommen besteht und zugleich Familienangehörige kostenlos mitversichert werden sollen. Hier bietet die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung Grenzgängern die Möglichkeit, die kostenfreie Familienversicherung der VGKK zu nutzen. Sind Sie Single, haben ein mittleres oder hohes Einkommen oder sind Ihnen umfassende Leistungen in beiden Ländern wichtig, so ist diese Variante eher weniger interessant. Denn die österreichische gesetzliche Krankenkasse trägt für gewöhnlich nur einen Teil der Behandlungskosten und leistet nach einem klar definierten Mindeststandard.

Die gesetzliche Grundversicherung nach KVG in der Schweiz oder Liechtenstein ist die unbeliebteste Variante in der Krankenversicherung für Grenzgänger. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe. Zum einen entspricht der Deckungsumfang der Grundversicherung nach KVG lediglich einem Mindeststandard, ähnlich der gesetzlichen Versicherung in Österreich, ist aber in vielen Fällen – z.B. dem Zahnarzt – sogar deutlich schlechter. Der Deckungsumfang kann mit Zusatzpaketen zwar verbessert werden, dafür muss man aber tief in die Tasche greifen. Zu den hohen Prämien und den ganzen Zusatztarifen, die es teilweise wirklich benötigt, kommen dann auch noch Selbstkostenbeteiligungen (Franchise) zwischen SFR 300,- und SFR 2.500,-. Das heißt bis zur gewählten Höhe der Franchise werden sämtliche Leistungen in einem Kalenderjahr selber getragen. Erst nach Bezahlung der Franchise tritt der Versicherungsschutz in Kraft.

Die private Krankenversicherung ist die beliebteste Variante in der Krankenversicherung für Grenzgänger, da es zahlreiche Vorteile gibt und eigentlich keinen wirklichen Nachteil. Leistungsanspruch besteht in diesem Model in beiden Ländern. Zugleich sind die Beiträge nicht einkommensabhängig und in der Regel deutlich günstiger als in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung. Zudem genießt man als Privatversicherter zahlreiche Vorteile wie verkürzte Wartezeiten, Zugang zu den besten Ärzten, Zahnärzten und Kliniken und darüber hinaus eine 100%ige Kostendeckung ohne Selbstbeteiligung. Mit diesem Angebot können die gesetzlichen Versicherungen nicht mithalten. In der Regel fällt daher aufgrund des wesentlich besseren Deckungsumfanges und der zudem auch noch günstigeren Prämien die Wahl fast immer auf die private Krankenversicherung.

Die Krankenversicherung für Grenzgänger ist so vielfältig und individuell, wie Sie und Ihre persönliche Situation. Lassen Sie sich daher von unabhängigen Experten für Grenzgänger beraten! Wir sind an kein Versicherungsunternehmen gebunden und erläutern Ihnen gerne alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Varianten. Gemeinsam mit Ihnen finden wir definitiv eine maßgeschneiderte Lösung und stehen selbstverständlich auch bei sämtlichen anderen Fragen und Angelegenheiten mit Rat & Tat zur Seite.